Revolution im Bildungswesen von unten: Schüler und Eltern verbündet euch!

Teile diesen Beitrag in deinen sozialen Netzwerken!

Das Kultusministerium ist für die Planung und die Organisation des Schulsystems zuständig. Es gibt den Rahmen, die Strukturen und die Unterrichtsinhalte vor. In jedem Bundesland gibt es ein eigenes Schulgesetz, da Schulen in jedem Bundesland unterschiedlich geregelt werden. Schulen sind Ländersache.

Die Vorgaben werden von den Schulämter an die Schulen weitergegeben.

Der Schulapparat ist groß und Entscheidungen werden oben getroffen. Der Einfluss durch die Schüler und Eltern auf das Schulsystem ist gering. Wir befinden uns eher in einem Reaktions-Modus als in einem Gestaltungs-Modus. Von oben kommen die Vorgaben und die unten haben sich daran zu halten. Wenn man eine Veränderung erreichen möchte, muss man sich unten verbinden, um eine kritische Masse zu erreichen.

In Niedersachsen gehen ca. 840.000 Schüler zur Schule. Das sind mehr Personen als bei einem der größten deutschen Arbeitgeber “Edeka” mit 350.000 Mitarbeitern angestellt sind. Die Mitarbeiter bei Edeka sind über eine Gewerkschaft und Betriebsräte organisiert, damit Arbeitsbedingungen und Lohnerhöhungen zwischen Mitarbeitern und Arbeitgebern ebenwürdig verhandelt werden können. In einer Gewerkschaft kümmern sich Vertreter der Mitarbeiter in Vollzeit um die Belange der Belegschaft und geht in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber.

Wie sieht es an der Schule aus? Wie werden Belange und Anliegen der Schüler und Eltern mit dem Kultusministerium verhandelt?

Welche vorhandenen Strukturen sind geeignet um einen tiefen und langfristigen Einfluss auf die Gestaltung der Bildungseinrichtungen zu erwirken?

  • Schülervertretung (jährlich neu gewählt, keine Konstanz zum Aufbau einer langfristigen Organisation)
  • Elternvertretung (für 1-2 Jahre gewählt, keine Konstanz zum Aufbau einer langfristigen Organisation)
  • Schulvorstand (Einfluss begrenzt auf konkrete Schule)
  • Kreiselternrat (ehrenamtlich)
  • Landeselternrat (ehrenamtlich)
  • Bundeselternrat (ehrenamtlich)

Keine dieser Strukturen ist geeignet, um eine langfristige und tiefgreifende Veränderung in unserem Bildungswesen mitzugestalten. Hierzu bedarf es der großen Vereinigung von Beteiligten zu einer schalgfertigen Organisation, die gegenüber den Kultusministerien aller Bundesländer mit dem entsprechendem Nachdruck auftreten kann. Je mehr Unterstützer wir für unser Vorhaben wir gewinnen können, desto mehr gewinnt unser Verein an Einflussmöglichkeiten. Informiere dich über unsere kurz-, mittel-, und langfristigen Ziele und schnuppere in unsere Treffen und in unsere Arbeit mal rein.

Neben unserem Verein, der insbesondere die Interessen der Eltern und Schüler vertritt, gibt es weitere Organisationen, die für eine starken Veränderung im Bildungssystem angetreten sind und ähnliche Ziele verfolgen. Zum Beipspiel “Schule im Aufbruch”: (4 min Video)

Du kennst weitere Initiativen, die sich für eine fundamentale Änderung im Bildungswesen einsetzen. Informiere uns gerne!